Immer mehr Personalchefs googeln Ihre Bewerber – my On-ID hilft Ihren Ruf zu verbessern

Februar 8 2008

Wie gerade auf RTL Aktuell berichtet, scheint das Online-Image immer wichtiger zu werden, denn immer mehr Unternehmen googeln Ihre Bewerber und Mitarbeiter.

Das scheint an sich nichts Neues zu sein, nur was machen, wenn man unangenehme Beiträge in Foren oder Videos auf myvideo oder youtube hat?

Hier kommt die Internetseite my On-ID ins Spiel, die verspricht, den Ruf der eigenen Person im Internet zu verbessern, wenn er sich bei my On-ID ein Profil erstellt.

my On-ID

Prinzip, so laut Financial Times Deutschland: Man legt ein Profil an und verweist darin auf andere Webseiten, wo Informationen zur eigenen Person zu finden sind. Das können Business-Netzwerke sein, aber genauso Blogs oder Social Networks. Daraus ergibt sich dann eine Art Dossier, ein virtueller Lebenslauf.

So wird versucht die ersten Suchergebnisse, die Google liefert mit dem virtuellen Lebenslauf zu füllen, und so evtl. peinliche Suchergebnisse auf die hinteren Seiten zu verweisen, damit Personalchefs diese nicht so einfach finden.

Das ganze mag evtl. Sinn machen, da laut RTL nur die ersten 10 Einträge, bzw. die erste Seite interessant sind, weiter schaut man angeblich nicht.

Experten teilen diese Ansicht nur bedingt. "Es ist völliger Blödsinn, auf peinliche Webauftritte auch noch hinzuweisen", sagt Wolfgang Schur. "Es gilt doch, den Ruf zu verteidigen. Mit dem Hinweis auf unerwünschte Fotos setze ich das Signal: Mit mir kann man machen, was man will. Früher haben die Leute auch im Beichtstuhl geflüstert und nicht ihre Sünden vor dem Altar verkündet."

Kommunikationsberater Klaus Eck ist für den Mittelweg: "Man sollte die neuen Dienste nutzen, um die Aufmerksamkeit auf positive Dinge zu lenken", sagt er. "Alte Sachen tauchen so lange auf, bis es genug neuere gibt. Niemand schaut mehr auf Seite 36 der Google-Ergebnisse."

Was meint Ihr, machen diese Angebote Sinn? Werden Personalchefs in Zukunft mehr Zeit verwenden und mehr Seiten als zuvor absuchen?

Die Notlösung wäre evtl. einfach zu Heiraten und dabei den Namen zu wechseln, damit ist das Online-Image auf jeden Fall clean, es sei denn es gibt peinliche Hochzeitsfotos.

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7 Kommentare »

  1. Danke für die Vorstellung, kannte den Dienst noch gar nicht. Wenn das denn 99%ig funktionieren würde, wärs in jedem Fall ne sinnige Sache, gerade in der Zeit wo man sich bei immer mehr Portalen und Communitys anmeldet machen solche Dienste in jedem Fall Sinn.

    Kommentar by Dennis — 24. März 2010 @ 14:09
  2. Hi Dennis,
    Sinn machen diese Dienste erst dann, wenn Sie richtig funktionieren, völlig richtig. Im Endeffekt sollte man aber nicht erwarten, dass peinliche Einträge aus dem Internet verschwinden, sondern Sie lediglich schwerer gefunden werden und positive Einträge hervorgehoben werden.

    Ein “ich-melde-mich-irgendwo-an-und-alles-ist-gut”-Dienst wird es nicht geben, da man die Suchergebnisse von Google nur bedingt beeinflussen kann.

    Kommentar by Shaq — 24. März 2010 @ 14:16
  3. naja, ich bin mir da nicht sicher. wenn erstmal persönliche daten veröffentlich sind, weiss man nie genau, wo sie zu sehen sind und wer darauf zugriff hat. was datenschutzlöcher betrifft, hat man ja in letzter zeit bei diversen social networks gesehen, dass die sicherheit nicht immer gewährleistet werden kann. im übrigen bin ich davon überzeugt, dass die datensicherheit und der datenschutz auch nur eine frage des preises ist und unter der oberfläche schon längst daten zwischen z.b. wirtschaft und datenhalter ausgetauscht werden.

    Kommentar by Uwe — 25. Mai 2010 @ 09:51
  4. Hallo Uwe,
    vielen Dank für deinen Kommentar.
    Ja zu 100% bin ich mir auch nicht sicher ob die Daten aus den Social Networks nicht doch “zufällig” für Werbezwecke weitergegeben werden.
    Das ist allerdings für Enduser auch fast nicht zu überprüfen, sodass man in den Social Networks empfindliche Daten erst garnicht bekannt geben sollte.

    Kommentar by Shaq — 26. Mai 2010 @ 07:55
  5. @uwe
    das seh ich ähnlich. wenn man nicht aufpasst, wird man immer gläserner durch das www. deshalb sollte man aufpassen, welche daten man veröffentlichten möchte !!!

    Kommentar by britta — 18. September 2010 @ 13:37
  6. Ich schliesse mich mal an. Die aktuelle Bewertung von Facebook zeigt ja z.B. auch, was für ein “Potential” hinter diesen Daten steckt. Von daher sollte man echt schauen, was man da überall reinschreibt…

    Kommentar by Tom — 21. März 2011 @ 15:03
  7. @Tom
    Was meinst Du mit Potential? Ich habe da keine Bedenken.

    Kommentar by Jana — 11. April 2011 @ 11:13

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